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Manuela Schwesig nach der Enthüllung der Plakatkampagne Foto: Norbert Fellechner

6. Januar 2020: Komplette Beitragsfreiheit für das Kinderland M-V

Mit dem Jahreswechsel ist Mecklenburg-Vorpommern das Bundesland mit der weitestgehenden Beitragsfreiheit in allen Bereichen der Kinderbetreuung. Seit 1. Januar 2020 sind Krippe, Kindergarten, Hort und Kindertagespflege von einem Beitrag befreit.

Damit löst die SPD ein Kernversprechen ein und setzt ein wichtiges familienpolitisches Projekt um. Dazu startete kurz vorm Jahreswechsel in den Sozialen Medien eine Informationskampagne, mit der bereits rund 40.000 Menschen erreicht wurden. Diese Kampagne wird ab der kommenden Woche landesweit wie ursprünglich geplant mit Groß-Plakaten an rund 50 Standorten fortgesetzt. Zusätzlich werden an weiteren Standorten kleinere Plakate verteilt. Außerdem startet eine innovative Postkartenaktion.

„Die komplette Beitragsfreiheit ist die größte Entlastung und gleichzeitig auch die größte Lohnerhöhung in der Geschichte unseres Bundeslandes, von der gerade berufstätige Mütter und Väter mit mittleren und niedrigen Einkommen profitieren“, so Manuela Schwesig.

Insgesamt haben Familien ab sofort jedes Jahr rund 145 Mio. Euro mehr zur Verfügung, die sie vorher für Beiträge bezahlen mussten.

Die SPD hat über viele Jahre an dem Ziel gearbeitet, die Qualität weiter zu verbessern und die Kita-Gebühren schrittweise abzuschaffen:

  • Bis zum Jahr 2010 stiegen die Ausgaben des Landes im Bereich der Kindestagesförderung auf 118 Mio. Euro. So konnte zunächst das kostenfreie Mittagessen für finanziell schwache Familien und eine Beitragsentlastung im Vorschuljahr eingeführt werden.
  • Die SPD-geführte Landesregierung hat dann 2012 die Eltern bei den Krippenbeiträgen entlastet. Mit zusätzlichen rund 40 Mio. Euro jährlich wurde das Fachkraft-Kind-Verhältnis in 2013 und 2015 schrittweise verbessert.
  • Im Jahr 2017 stiegen die Landesmittel auf 216 Mio. Euro an. So konnten die Elternbeiträge in Krippe und Kindergarten 2018 zunächst um 50 Euro entlastet werden.
  • 2019 folgte die Geschwisterkindregelung. Eltern zahlten nur noch für ein Kind Gebühren.
  • Und ab 2020 folgt als letzter Schritt die komplette Beitragsfreiheit für einen Ganztagesplatz für alle.

Damit stellt das Land mit Unterstützung des Bundes inzwischen über 350 Mio. Euro im Bereich der Kindestagesförderung zur Verfügung.

Mit der Gebührenfreiheit entscheidet gerade bei mittleren und niedrigen Einkommen nicht mehr der Geldbeutel der Eltern, ob und in welchem Umfang frühkindliche Bildung in Anspruch genommen wird. Zudem ist die komplette Beitragsfreiheit auch ein Standortvorteil für die Gewinnung von Fachkräften.

„Mit der Beitragsfreiheit haben Familien auf einen Schlag teilweise mehrere hundert Euro im Monat mehr zur Verfügung. Das schafft viele zusätzliche Spielräume für die Familien in unserem Land. Außerdem führt die Gebührenfreiheit zu höheren Löhnen und Gehältern bei Erzieherinnen und Erziehern, da das oft genutzte Argument, steigende Gehälter würden die Beiträge der Eltern zu stark belasten, entfällt“, so Manuela Schwesig abschließend.

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