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Heute vor 100 Jahren wurde Johannes Stelling zum Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Schwerin gewählt. Wenige Jahre später wurde Opfer der Köpenicker Blutwoche.

Er wurde am 21.06.1933 aus seiner Wohnung verschleppt, geschlagen, gefoltert und am frühen Morgen des 22. Juni 1933 von Köpenicker SA-Leuten erschossen. Als Ministerpräsident des Freistaates Mecklenburg-Schwerin ließ er in der Weimarer Zeit militärische, rechtsgerichtete Organisationen, wie unter anderem den Stahlhelm und Bund der Frontsoldaten verbieten. Er war über die Teilnahme von SA-Leuten beim Reichstagsbrand informiert und übermittelte diese Erkenntnisse illegal ins Exil. Für die SA wusste er zu viel und das war Anlass seiner Verhaftung. Er wurde im Keller des Amtsgerichtsgefängnis in Berlin erschossen. Seine verstümmelte Leiche wurde am 1. Juli 1933 in einem Sack in der Dahme gefunden. Die Geschichte von Menschen wie Johannes Stelling sind Mahnung und Auftrag zugleich, gegen die einzutreten, die unsere Werte mit Füßen treten. #keinvergessen

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