Mein Praktikum bei Frank Junge - Ein Erfahrungsbericht von Florian Bauch

 
Foto: SPD-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
 

Florian Bauch absolvierte ein mehrwöchiges Praktikum beim SPD-Bundestagsabgeordneten Frank Junge und berichtet hiermit über seine Eindrücke.

 

(Ein Gastbeitrag von Florian Bauch)

 

Berliner Luft und Politik hautnah

Ein Praktikum im Bundestagsbüro von Frank Junge

 

„Puh endlich geschafft“, so oder so ähnlich endete wohl schon so manches Praktikum. Nicht jedoch die sieben Wochen die ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro des Bundestagsabgeordneten Frank Junge verbrachte. Als wirklich spannende Zeit mit vielen neuen Einsichten, freundlichen Kollegen und abwechslungsreichen Aufgaben lassen sich die vergangenen sieben Wochen für mich beschreiben. Doch der Reihe nach…

 

Als ich am 28. Februar 2016 in meinem, für die Zeit des Praktikums gemieteten WG-Zimmer ankam, hatte ich Berlin zwar schon oft besucht - Nie jedoch für mehrere Wochen. Für mich als Kleinstadtkind fühlte sich diese Stadt immer irgendwie zu „voll“ an. Aber die gehörige Portion Skepsis die ich mitbrachte, wandelte sich schnell in Wohlgefallen für die offene und hilfsbereite Art der Berliner, die vielen teils sehr skurrilen Charaktere die man hier täglich in Bahn und Bus treffen kann und nicht zuletzt das besondere Flair durch die vielen kleinen Läden im Erdgeschoss der Wohnhäuser oder auch die liebevoll gestaltete Arminiusmarkthalle in meiner Nachbarschaft. Damit war dann auch der Umstand, dass ich in der morgendlichen Rushhour gelegentlich meine U-Bahn nicht bekam, weil nicht einmal eine Maus mehr in die vollen Wagons hinein gepasst hätte, zu ertragen.

 

An meinem ersten Arbeitstag war das zum Glück nicht der Fall, sodass ich pünktlich um 9 Uhr am Westeingang des Paul-Löbe-Hauses war und bei den freundlichen Mitarbeitern des Empfangs meinen Personalausweis gegen einen Besucherausweis des Bundestages eintauschen konnte. Nach kurzer Wartezeit zusammen mit anderen Besuchern wurde ich von einem Mitarbeiter aus dem Büro Junge abgeholt, der mir den Weg zum Büro zeigte und mir in den kommenden Wochen als Kollege gegenüber sitzen sollte.

 

Nach einer kurzen Einführung in die IT-Systeme des Büros, galt es für mich mir einen Überblick über das Angebot des Intranet des Bundestages und der SPD-Fraktion zu verschaffen. Dessen Funktionen und die bereitgestellten Information waren bei den anstehenden Rechercheaufgaben wirklich sehr nützlich. Etwas wehmütig muss ich gestehen, dass ich den schnellen und einfachen Zugriff auf Gesetzeskommentare, Kompaktinfos zu bestimmten Themenfeldern oder den Kontakt zu Fachreferenten der Fraktion im Studium wohl vermissen werde.

 

Neben der Einarbeitung in die Arbeitsumgebung hielt der erste Tag aber auch andere Aufgaben bereit. So besorgte ich mir in der Wilhelmstraße 65 bei der Hausverwaltung des Bundestages einen Hausausweis, damit ich in Zukunft nicht jeden Tag meinen Personalausweis abgeben musste. Aber auch ein erstes Treffen mit den anderen Praktikanten der SPD-Bundestagsabgeordneten stand auf dem Plan, denn unser Büroleiter hatte mich bereits im Vorfeld für eine Veranstaltung im Rahmen des gemeinsamen Praktikantenprogramms der Bundestagsfraktion angemeldet.

 

Durch dieses Programm hatten wir als Praktikanten, denn ich war freilich nicht der einzige, die Möglichkeit auch außerhalb des „normalen“ Arbeitstages Einblicke in das politische Geschehen der Hauptstadt zugewinnen, indem wir zum Beispiel im Rahmen der Dialogreihe „naher und mittlerer Osten Gespräche mit Vertretern anderer Staaten oder Institutionen führten. Die Anführungszeichen um das Wort normal deuten schon an, dass es eigentlich keinen normalen Arbeitstag gab. Es gab zwar Abläufe die immer wiederkehrten wie etwas das tägliche Erstellen einer regionalen Presseschau oder das Filtern des Posteingangs nach relevanten Mitteilungen und Zusendungen, aber im Großen und Ganzen war die Unregelmäßigkeit der Aufgaben die Regel. Denn nicht nur der Unterschied zwischen den Sitzungswochen des Bundestages, in denen Frank Junge, MdL an Ausschusssitzungen oder Anhörungen teilnahm und sitzungsfreien Wochen, in denen er dann diverse Termine im Wahlkreis wahrnahm und somit nicht in Berlin arbeitete, war gravierend.

 

Die Sitzungswochen verliefen dabei wesentlich hektischer und aufgeregter, denn die Termine waren eng getaktet und für uns als Büro galt es, entsprechende Zuarbeit zu leisten. Die Gelegenheit Frank Junge, MdL zu Berichterstatter- und Hintergrundgesprächen zu begleiten, bot nicht nur die Möglichkeit tiefer in die Substanz eines Themas einzusteigen, sondern demonstrierte auch eindrucksvoll das Geschehen hinter den Kulissen, das aus der Presse kaum hervorgeht. Dabei freute es mich besonders, dass ich auch selbst die Möglichkeit hatte mein Wissen und meine Ideen mit einzubringen und dafür auch positives Feedback erhielt.

 

Auch in den sitzungsfreien Wochen gab es natürlich viele interessante Aufgaben. Denn zum einen kommt die Arbeit eines Abgeordneten natürlich nicht zum Erliegen, nur weil das Parlament nicht tagt, sodass auch weiterhin die Auseinandersetzung mit fachbezogenen Gesetzen wie zum Beispiel der Abgabenordnung anfiel. Zum anderen musste Frank Junges, MdL Arbeit vor Ort begleitet und unterstützt werden. Sei es bei der Vorbereitung einer Fraktion-vor-Ort oder der Organisation von Terminen und dem Bereitstellen von relevanten und kompakten Informationen.

 

Abschließend kann ich sagen, dass sich das Praktikum im Bundestagsbüro für mich definitiv gelohnt hat und kann auch jedem Interessierten empfehlen bei dem Team rund um Frank Junge, MdL mal hineinzuschauen und möchte mich auch an dieser Stelle nochmals für die gute Zusammenarbeit und diese tolle Möglichkeit bedanken.

 

Florian Bauch

Frank Junge, MDL und Florian BauchFoto: SPD Mecklenburg-Vorpommern

Florian Bauch (Linke Seite) und Frank Junge, MdL (Rechte Seite)