Nein zum Verkauf des Grimmener Tafelsilbers

 
 

SPD wirbt für Erhalt des kommunalen Wohnungsbestandes in Grimmen
Aufgrund einer zu geringen Teilnahme hat der Bürgerentscheid vom Wochenende keine bindende Wirkung gegen die Pläne des CDU-Bürgermeisters, kommunalen Wohnungsbestand zu privatisieren. Nun muss die Stadtvertretung abschließend entscheiden. Die SPD wendet sich nach wie vor gegen Privatisierungs-Pläne.

 

„Gutes und bezahlbares Wohnen für die Menschen in Grimmen erreicht man sicher nicht durch einen Verkauf des kommunalen Tafelsilbers. Schon andere Städte haben diese kurzsichtige Entscheidung langfristig bereut“, sagt SPD-Generalsekretär Julian Barlen.

„Wir mahnen die Stadtvertretung eindringlich zum Erhalt des öffentlichen Wohnungsbestandes in Grimmen. Kommunen müssen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger langfristig auch beim Thema Wohnen die Gestaltungshoheit erhalten“, sagt der SPD-Kreischef Thomas Würdisch.

Der aus Grimmen stammende Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion im Kreistag Vorpommern-Rügen, Mario Bauch, ergänzt: „Nur eine Stadt mit eigenem Wohnungsbestand kann im Rahmen einer integrierten Planung von Wohnbestand und Wohnumfeld wirklich sicherstellen, dass die Interessen aller Generationen an das gute Wohnen berücksichtigt werden. Privatisierungen führen oft zu steigenden Mieten und dazu, dass nicht mehr einheimische Unternehmen mit der Instandhaltung beauftragt werden, sondern ausländische Billiganbieter, was zu Arbeitsplatzverlusten und geringeren Steuereinnahmen in der Stadt führt.“

„Noch ist es nicht zu spät! Die Stadtvertretung in Grimmen sollte sich im Interesse einer langfristigen Gestaltungshoheit gegen die Verkaufspläne entscheiden“, so Michel-Friedrich Schiefler aus dem örtlich zuständigen SPD-Bürgerbüro abschließend.